Ein Heimspeicher funktioniert im Winter genauso wie im Sommer: Er speichert Strom und liefert ihn später wieder an dein Haus. Nur die Quelle ändert sich, denn deine Solarpanels erzeugen in den Wintermonaten viel weniger. Was ein Heimspeicher im Winter bringt, hängt deshalb vor allem von deinem Energievertrag ab und davon, wie du ihn laden lässt.
Wie viel Solarstrom speichert ein Heimspeicher im Winter?
Ein Heimspeicher speichert im Winter wenig Solarstrom, weil es kaum einen Überschuss zum Aufbewahren gibt. Solarpanels erzeugen in den Wintermonaten zusammen im Schnitt etwa 10 Prozent ihres Jahresertrags, und der Dezember ist mit rund 2 Prozent der schwächste Monat. Kurze Tage, ein niedriger Sonnenstand und viel Bewölkung drücken die Erzeugung.
Gleichzeitig liegt dein Verbrauch im Winter höher, weil du öfter drinnen bist und die Beleuchtung länger an ist. Was deine Panels tagsüber erzeugen, verbrauchst du meist direkt selbst. Mit reinem Solarstrom werden Heimspeicher in diesen Monaten deshalb selten voll.
Was bringt dir ein Heimspeicher im Winter?
Von einem Heimspeicher hast du im Winter vor allem dann etwas, wenn du Strom von günstigen auf teure Zeitpunkte verschieben kannst. Der Speicher arbeitet dann weniger als Speicher für Solarüberschuss und mehr als Puffer für deinen Abendverbrauch. Ob ein Heimspeicher im Winter sinnvoll ist, hängt vor allem von deinem Energievertrag ab:
- Dynamischer Vertrag: Der Speicher hat auch im Winter jeden Tag etwas zu tun, mit oder ohne Sonne.
- Festvertrag mit Solarpanels: Der Speicher stützt sich auf den kleinen Solarüberschuss und hat an grauen Tagen wenig zu tun.
- Festvertrag ohne Solarpanels: Der Speicher hat im Winter so gut wie nichts zu verschieben.
Welche Situation auf dich zutrifft, bestimmt auch, wie du den Speicher im Winter clever laden lässt.
Wie lädst du einen Heimspeicher im Winter?
Einen Heimspeicher lädst du im Winter aus zwei Quellen: dem Solarstrom, den deine Panels tagsüber übrig haben, und Strom aus dem Netz. Welche Quelle der Speicher nutzt und wann, stellst du über die App oder das Energiemanagementsystem des Herstellers ein.
Bei Zendure und Anker SOLIX misst ein Energiezähler deinen Verbrauch, zum Beispiel ein P1-Zähler, der deinen intelligenten Zähler ausliest, sodass der Speicher automatisch lädt und entlädt.
Heimspeicher mit Wintersonne laden
Einen Heimspeicher mit Wintersonne zu laden, klappt an klaren Tagen, meist rund um die Mittagszeit. Der Überschuss ist klein, deckt aber trotzdem einen Teil deines Abendverbrauchs. Lade den Speicher vor einem sonnigen Tag deshalb nicht schon nachts komplett mit Netzstrom voll, sonst bleibt kein Platz mehr für deinen eigenen Strom.
Manche Energiemanagementsysteme beziehen dafür die Wettervorhersage mit ein. Sie lassen dann bewusst Kapazität frei, wenn Sonne erwartet wird.
Heimspeicher mit günstigem Netzstrom laden
Einen Heimspeicher mit günstigem Netzstrom zu laden, lohnt sich nur, wenn dein Strompreis stündlich wechselt, wie bei einem dynamischen Energievertrag. Aus den Stundenpreisen von 2025 geht hervor, dass Strom im Schnitt zwischen 12:00 und 15:00 Uhr am günstigsten und zwischen 19:00 und 21:00 Uhr am teuersten war, mit den größten Unterschieden im Winter. Der Speicher lädt dann in den günstigen Stunden und entlädt sich in der Abendspitze.
Mit einem Festvertrag mit einem einzigen Tarif bringt das Laden aus dem Netz nichts, weil der Preis dann in jeder Stunde gleich ist. Möchtest du den Speicher vor allem mit Netzstrom nutzen, dann schau dir einen Heimspeicher ohne Solarmodule an.
Was macht Kälte mit einem Heimspeicher?
Kälte sorgt dafür, dass ein Heimspeicher langsamer lädt und vorübergehend weniger Kapazität zur Verfügung hat. Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP), die in den meisten Heimspeichern verbaut sind, laden nicht unter 0 °C, während das Entladen weiterläuft. Bei den Akkus von Zendure läuft das Entladen bis -20 °C weiter. Das Batteriemanagementsystem (BMS) überwacht die Temperatur und begrenzt die Ladeleistung, sobald es zu kalt wird.
Um trotzdem laden zu können, haben der Zendure SolarFlow 2400 AC+ und der 2400 Pro eine Selbstheizfunktion, genau wie die Erweiterungsakkus AB2000L, AB2000X, AB3000L und AB3000X. Diese Funktion wärmt die Zellen zwischen -20 und 0 °C zunächst mit Netz- oder Solarstrom auf, und dieses Aufwärmen kostet selbst auch Energie. In einem frostfreien Raum spielt das kaum eine Rolle. Was du regeln musst, wenn der Speicher draußen steht, liest du im Artikel über das Aufstellen eines Heimspeichers im Freien.
Ist ein Heimspeicher im Winter rentabel?
Ein Heimspeicher ist im Winter weniger rentabel als im Sommer, weil er pro Tag weniger Kilowattstunden verschiebt. Ab 2027, ohne Saldierungsregelung, bringt jede gespeicherte kWh Solarstrom im Sommer den Unterschied zwischen deinem Stromtarif und der Vergütung, die du sonst für die Einspeisung bekommst. Im Winter verdient eine kWh aus dem Netz nur den Preisunterschied zwischen einer günstigen und einer teuren Stunde, abzüglich des Verlusts beim Laden und Entladen.
Bei einem Festpreis-Energievertrag kommt der größte Teil der jährlichen Ersparnis daher aus dem Frühjahr und dem Sommer. Beurteile die Rentabilität also über ein ganzes Jahr und nicht pro Saison. Wie du diese Jahressumme für deine eigene Situation berechnest, liest du im Artikel über die Amortisationszeit eines Heimspeichers.
Ein Heimspeicher für das ganze Jahr bei TechPunt
Einen Heimspeicher für das ganze Jahr wählst du anhand deines Verbrauchs, deines Energievertrags und des Orts, an dem er stehen soll. Bei TechPunt findest du Plug-in- und modulare Systeme von Zendure und Anker SOLIX, mit 2 Jahren Herstellergarantie. Wir versenden sie aus unserem eigenen Lager in Barneveld.
Du bist dir nicht sicher, welches System zu deinem Winterverbrauch passt? Stell deine Frage an unseren Kundenservice per Telefon, Mail oder WhatsApp.


