Eine Heimbatterie schließt du über eine gewöhnliche Steckdose, über einen eigenen Stromkreis im Zählerschrank oder durch den direkten Anschluss von Solarmodulen an die Batterie an. In diesem Artikel erfährst du, was du selbst machen darfst, welcher Anschluss zu deiner Situation passt, was du vorab prüfst und wie das Anschließen Schritt für Schritt abläuft.
Darfst du eine Heimbatterie selbst anschließen?
Eine Heimbatterie darfst du selbst anschließen, wenn es ein Steckermodell ist, das über die Steckdose maximal 800 Watt liefert. Viele Heimakkus sind darauf ausgelegt: Du stellst sie auf, steckst den Stecker in die Steckdose und koppelst sie über eine App. Ein Installateur oder eine Anpassung an deinem Zählerschrank ist dafür nicht nötig.
Muss im Zählerschrank gearbeitet werden, sieht das anders aus. Einen eigenen Stromkreis, einen festen Anschluss oder einen Umschalter für Notstrom lässt du von einem anerkannten Installateur anlegen, der nach NEN 1010 arbeitet, der niederländischen Norm für Niederspannungsanlagen.
Welcher Anschluss passt zu deiner Heimbatterie?
Welcher Anschluss zu deiner Heimbatterie passt, hängt von der Leistung ab, die du nutzen möchtest, und von der Art, wie die Batterie Solarstrom aufnimmt. Du kannst die Möglichkeiten unten auch kombinieren, zum Beispiel ein Modell mit Solarmoduleingang, das du später auf einen eigenen Stromkreis legen lässt.
Steckerbatterie in einer gewöhnlichen Steckdose
Eine Steckerbatterie in einer gewöhnlichen Steckdose ist der einfachste Anschluss und die Basis jeder Plug-in-Heimbatterie. Die Batterie lädt und entlädt über dieselbe Steckdose, die auf einem Stromkreis liegt, den du mit anderen Geräten teilst.
Hersteller begrenzen die Leistung, die die Batterie an dein Haus liefert, deshalb auf 800 Watt. Diese Zahl stammt nicht aus einem Gesetzesparagrafen, sondern ist eine Branchenrichtlinie, die zu dem passt, was ein gewöhnlicher Stromkreis an zusätzlicher Last verträgt.
Wann braucht eine Heimbatterie einen eigenen Stromkreis?
Eine Heimbatterie braucht einen eigenen Stromkreis, sobald du mehr als 800 Watt entladen möchtest. Der Leitungsschutzschalter in deinem Zählerschrank misst nur den Strom, der durch ihn hindurchfließt. Liefert die Batterie Strom an ein Gerät auf demselben Stromkreis, sieht der Schalter diesen Strom nicht, während die Verkabelung ihn aber tragen muss.
Auf einem eigenen Stromkreis hängt nur die Batterie. Viele Modelle skalierst du dann in der App auf einige Kilowatt hoch, wodurch auch stromhungrige Verbraucher größtenteils mit gespeichertem Strom laufen können.
Solarmodule direkt an die Heimbatterie
Solarmodule schließt du direkt an die Heimbatterie an, wenn das Modell einen Solarmoduleingang hat. Die Batterie hat dann einen eigenen MPPT-Regler, der die maximale Leistung aus deinen Modulen holt, und einen eingebauten Wechselrichter, sodass du keinen separaten Wechselrichter brauchst.
Ein paar Balkonmodule mit niedriger Spannung verbindest du selbst mit den Steckern, die an den Modulen sind. Eine Dachinstallation mit in Reihe geschalteten Modulen arbeitet mit einer höheren Gleichspannung und gehört in die Hände eines Installateurs.
Hast du schon Solarmodule mit eigenem Wechselrichter, bleibt diese Installation so, wie sie ist. Du wählst dann einen AC-gekoppelten Akku, der über die Steckdose mit dem Überschuss deiner Solarmodule lädt.
Was prüfst du, bevor du einen Heimspeicher anschließt?
Bevor du einen Heimspeicher anschließt, prüfst du, ob deine Steckdosen und dein Zählerschrank bereit für den Akku sind. Mit diesen Punkten vermeidest du, dass du am Tag selbst festhängst:
- Geerdete Steckdose: Der Akku hat einen Stecker mit Schutzkontakt und gehört in eine geerdete Wandsteckdose.
- Richtiger Stromkreis: Wähle einen Stromkreis ohne starke Verbraucher wie Kochfeld, Wäschetrockner oder Ladesäule.
- P1-Port: Der Zähler, der den Akku steuert, kommt in den P1-Port deines intelligenten Zählers. Ist dieser Port schon belegt, brauchst du einen P1-Splitter.
- Kabellose Reichweite: Der Akku, der Zähler und die App kommunizieren kabellos, prüfe also, ob das Signal bis in den Zählerschrank und bis zum Standort des Akkus reicht.
- Platz im Sicherungskasten: Willst du den Akku später auf einen eigenen Stromkreis legen, muss Platz für einen zusätzlichen Stromkreis vorhanden sein.
Stimmt alles, kannst du loslegen. Fehlt etwas, zum Beispiel Platz im Sicherungskasten, weißt du vorab, dass du einen Installateur brauchst.
Wie schließt du einen Stecker-Heimspeicher Schritt für Schritt an?
Einen Stecker-Heimspeicher schließt du Schritt für Schritt in sieben Handgriffen an, vom Aufstellen bis zur Anmeldung. Die Reihenfolge unterscheidet sich je nach Marke ein wenig, aber bei Zendure und Anker SOLIX ist der Aufbau im Großen und Ganzen gleich:
- Stell den Akku auf: Setz den Akku auf einen flachen, stabilen Untergrund und stapel eventuelle zusätzliche Akkumodule. Manche Modelle wiegen mehr als 70 Kilo, mach das also zu zweit.
- Verbinde deine Solarmodule: Hat dein Akku einen Solarmoduleingang und handelt es sich um Balkonmodule, schließt du jetzt die Module an diesen Eingang an.
- Setz den P1-Zähler ein: Steck den Zähler in den P1-Port deines intelligenten Zählers. Liefert dieser Port zu wenig Strom, versorgst du manche P1-Zähler zusätzlich über USB-C mit Energie.
- Steck den Stecker in die Steckdose: Nutze die geerdete Steckdose, die du bei der Prüfung ausgewählt hast.
- Verbinde alles in der App: Füge den Akku und den Zähler in der App des Herstellers hinzu, damit sie sich gegenseitig erkennen.
- Lege die Ladestrategie fest: wähle, ob der Speicher sich nach deinem eigenen Verbrauch richtet oder, mit einem dynamischen Tarif, nach dem Strompreis. An einem gemeinsamen Stromkreis lässt du die maximale Entladeleistung auf 800 Watt stehen.
- Melde den Speicher an: registriere den Speicher bei deinem Netzbetreiber über energieleveren.nl. Das ist verpflichtend und kostenlos. Wie das funktioniert, liest du im Artikel über das Anmelden deines Heimspeichers.
Nach dem letzten Schritt lädt und entlädt sich der Speicher automatisch. Die Anmeldepflicht gilt auch, wenn ein Installateur den Speicher an einem eigenen Stromkreis anschließt.
Wie schließt ein Installateur deinen Heimspeicher im Zählerschrank an?
Ein Installateur schließt deinen Heimspeicher im Zählerschrank an, indem er einen eigenen Stromkreis mit Fehlerstromschutz einrichtet, an den nur der Speicher kommt. Nach der Installation erhöhst du in der App die maximale Leistung auf das, was dein Speicher an diesem Stromkreis verträgt.
Anschlussmöglichkeiten für deinen Heimspeicher an einem eigenen Stromkreis
Für deinen Heimspeicher gibt es an einem eigenen Stromkreis drei Anschlussmöglichkeiten: eine Steckdose, eine Wieland-Wandsteckdose oder feste Verkabelung. Welche es wird, hängt davon ab, was der Hersteller erlaubt. Ein Wieland-Stecker verriegelt und lässt sich nur mit Werkzeug lösen, und bei fester Verkabelung läuft das Kabel vom Speicher direkt zum Stromkreis.
Welches Anschlussmaterial du brauchst, hängt von der Marke ab. Bei den Zubehörteilen für deinen Heimspeicher findest du unter anderem die Wieland-Steckdose mit Gegenstecker und den AC-Anschluss für feste Verkabelung von Anker SOLIX.
Umschalter für Notstrom aus deinem Heimspeicher
Ein Umschalter für Notstrom sorgt dafür, dass dein ganzes Haus bei einem Stromausfall über deinen Heimspeicher weiterläuft. Der Installateur bringt ihn im Zählerschrank an. Ein Beispiel ist der Anker SOLIX Backup Auto-Switch, der dein Zuhause automatisch auf die Solarbank Max AC oder Solarbank Max umschaltet.
Ohne Umschalter hört ein netzgekoppelter Speicher bei einer Störung auf, dein Hausnetz zu versorgen. Dann funktioniert nur noch eine Notstromsteckdose am Speicher selbst, sofern das Modell eine hat.
Hilfe beim Anschließen deines Heimspeichers?
Beim Anschließen deines Heimspeichers denkt TechPunt gerne mit. Per Telefon, E-Mail oder WhatsApp schauen wir gemeinsam, welcher Anschluss zu deinem Speicher und Zählerschrank passt. Bei uns findest du die Heimspeicher von Zendure und Anker SOLIX mit den passenden Zählern und Anschlussmaterialien, versandt aus unserem eigenen Lager in Barneveld.


